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„Dogu, Dogu!“-Rufe schallten nach dem Schlusspfiff durch die TSG-Halle. Die Fans der BG Viernheim/Weinheim wussten, wem sie den 76:66-Sieg ihrer Mannschaft gegen den bisherigen Tabellenführer USC Freiburg II zu verdanken hatten. Dogukan Ceneli erzielte in den letzten fünf Minuten 16 Punkte für die BG und sorgte damit für die Entscheidung in der dramatischen Partie, die der Bezeichnung Spitzenspiel in jeder Hinsicht gerecht wurde. 35 Minuten lang war das Spiel eng umkämpft, kein Team konnte sich im Spielverlauf mehr als sechs Punkte absetzen. Nach dem ersten Viertel lagen die Breisgauer 15:16 vorn, BG-Center Baragiola hatte bereits zwei Fouls gesammelt. Coach Zimmermann verlangte in der Viertelpause von seinen Spielern mehr Energie in der Verteidigung. Und die Sharks setzten diese Vorgabe um, kamen vermehrt zu Ballgewinnen und fanden trotz guter und intensiver Verteidigungsarbeit der Freiburger immer wieder den Weg zum Korb. So lagen sie eine Minute vor der Halbzeit 36:30 in Führung, doch der Freiburger Eisen wollte mit diesem Rückstand nicht in die Pause gehen und erzielte gegen die Hausherren, die sich gedanklich schon in der Kabine befanden, fünf Punkte in Folge. Nach der Pause ging es so weiter, Freiburg agierte mit sehr viel Energie und Konsequenz gegen überraschte Sharks. Beim Stand von 36:39 nahm Zimmermann bereits eine Minute nach der Pause eine Auszeit. Dies zeigte Wirkung, zwei schnelle Körbe in Folge brachten die BG wieder in Führung – prompt reagierte auch Freiburg mit einer Auszeit um den Lauf des Gegners zu unterbinden. Das restliche Viertel war auf beiden Seiten von intensiver Verteidigungsarbeit, etlichen Ballverlusten und schwachen Abschlüssen gekennzeichnet. Letztlich entschieden die Gäste dieses Viertel mit 12:10 für sich und lagen 56:57 vor dem Schlussviertel in Führung. Hier war es zunächst Daniel Lohrke, der sein Team mit fünf Punkten im Spiel hielt, bevor die Zeit von Dogukan Ceneli kam. In der 35. Minute glich er per Dreier zum 56:56 aus, kurz darauf fanden zwei weitere Dreipunktwürfe und ein Korbleger ihr Ziel – die Sharks führten zwei Minuten vor Schluss 68:59. Die Freiburger kämpften sich noch einmal auf 69:66 heran, doch dann war es wieder Ceneli, der mit einem weiteren erfolgreichen Dreipunktwurf aus der Ecke zum 72:66 traf. Jetzt konnte der bisherige Tabellenführer nicht mehr kontern, Kreutzer und erneut Ceneli erhöhten mit Freiwürfen noch auf 76:66. Die BG schob sich damit auf den zweiten Tabellenplatz vor und entschied sogar noch den direkten Vergleich für sich, der bei Punktgleichheit am Saisonende noch entscheidend werden kann. Es spielten: Ceneli (22 / 5 Dreier), Lohrke (16 / 1), Kreutzer (14), Habrich (11), Baragiola (8), Martin (5 / 1), Almenäs, Dörr, Freudenberg, van Miltenburg.

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