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Nach acht Jahren Pause feierte die BKK Freudenberg Hochsprung Gala ein fulminantes Comeback. 1000 Zuschauer begleiteten die deutsche Serienmeisterin Marie Laurence Jungfleisch sowie den zweifachen Afrikameister Mathew Sawe bei ihren Siegen in der TSG-Halle.

Bereits bei der Athletenpräsentation wurde deutlich, dass das Weinheimer Publikum nach wie vor einsame Spitze ist. Unter der Begleitung von Nebelstößen präsentierten sich acht Frauen und sieben Männer, darunter auch die Weinheimer Lokalmatadorin Bianca Stichling. Die angehende Abiturientin war von der ihr besonders zuteil werdenden Unterstützung sichtlich beeindruckt und kam mit 1,77m nicht ganz an ihr Leistungsver-mögen heran. „Nachdem ich zuletzt Bestleistung mit 1,84m erzielen konnte, hatte ich auf mehr gehofft, aber jetzt liegt mein Augenmerk auf der Verteidigung meines deutschen Titels in zwei Wochen,“ setzt sich die Birkenauerin klare Ziele.

Auf dem Schwingboden der TSG-Halle konnte die Dortmunderin Christina Honsel gleich zwei Mal über eine Bestleistung jubeln und wurde mit 1,88m Dritte. Hochspannung bescherte das Duell um den Sieg zwischen Serienmeisterin und EM-Dritten Marie Laurence Jungfleisch und EM-Teilnehmerin Imke Onnen. Nach 1,90m überquerten beide die Hallen-EM-Norm von 1,92m auf Anhieb, das Publikum dankte es frenetisch. Für die Stuttgarterin war immer noch nicht Schluss: 1,94m gelangen gleich auf Anhieb, die Hannoveranerin konnte nicht mehr folgen.

Bei den Männern war das Feld deutlich internationaler aufgestellt, trotzdem mischte der Leverkusener Torsten Sanders kräftig um den Sieg mit. Als einer von drei Athleten meisterte er 2,22m was Platz zwei und Einstellung seiner persönlichen Bestleistung bedeutete. Eben diese Höhe brachte Andrei Skabeika (Weissrussland) auf Platz zwei und veranlasste den Minsker, das Publikum reihum abzuklatschen. Sichtlich zurückhaltender gab sich der Sieger des Abends. Mathew Sawe schraubte sich gleich im ersten Durchgang über die Latte und war mit seinem ersten Auftritt in Deutschland sehr zufrieden. Der Kenianer rückte das landläufige Fehlurteil zurecht, dass das ostafrikanische Land lediglich Läufer zu bieten habe.

Die Neuerungen beschreibt Meetingchef Thomas Geißler wie folgt: „Die Halle wurde stimmungsvoller ausgeleuchtet, der Musiksound war satter und wir hatten mit Charly Ofenloch einen Caterer der Spitzenklasse.“ 50 ehrenamtliche Helfer sowie die hauptamtliche Unterstützung durch den Hauptverein boten die Garantie dafür, dass Auf- und Abbau innerhalb von zwei Tagen statt fanden. Hinsichtlich einer Fortführung der Gala verweist Geißler auf das Eigengewächs Stichling: solange sie springe, werde er sein möglichstes tun.

 

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