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Wenn die Uhr tickt… : Jetzt oder nie!

Werner Leippold hat als studierter VWLer, Personalentwickler und Coach gute Tipps, die helfen, wenn jetzt wieder gestartet werden kann!

Eine Vision ist hilfreich, unabhängig von physikalischen Gesetzen und Viren, wie eine Hummel, die unbeeindruckt von allem einfach fliegt. Und warum? Weil sie es will.

Was wollen wir in Zeiten von Kurzarbeit der einen und Arbeiten bis zum Umfallen der anderen? Im Hinblick auf die zweite Hälfte des Lebens vor allem eines: Fit und vital werden oder bleiben, ist klar! Deswegen sind Themen wie Ernährung und Bewegung auch allgegenwärtig. Mit Corona kommt noch das hoffentlich intakte Immunsystem dazu. Entweder um Krankheitserregern zu widerstehen oder diese besser zu verkraften. Übergewichtig Menschen haben häufiger komplexe Vorerkrankungen und damit auch, mit fortgeschrittenem Alter eine höhere Wahrscheinlichkeit auf einen schwereren Verlauf. Nicht zuletzt der Gesundheit wegen finden zunehmend mehr Menschen den Weg in ein Fitnessstudio. Und ausgerechnet jetzt, wo man es eigentlich nötiger hatte denn je, u.U. mehr Zeit dafür…war es zu!

Was nun? Was tun? Wie man aktuell beobachten kann, teilt sich die Gesellschaft: die einen haben längst den Kaffee auf, wollen sich nicht mehr bevormunden lassen, pochen auf ihre per Grundgesetzt zugesicherte Freiheit. Die anderen üben sich in großer Vernunft und Toleranz, respektieren die Warnungen aus Medizin und Politik.

Laut W. Leippold steckt in Vitalität die ‚Vita‘, das Leben. Und allein damit auch schon eine für diese Zeit praktikable Gebrauchsanweisung, mit der wir immer gut bedient sind:

L. –  _oslassen
E –  rnähren
B. – ewegen.
En – ergie

Häufig hört man nun das ‚Entschleunigen‘ durch oder dank Corona, sogar sehr positiv gesehen werden kann – mal entspannen, relaxen, entrümpeln, entgiften/fasten, träumen… alles Dinge, die Leippold im Zuge seiner Tipps als Möglichkeiten des Loslassens bezeichnet – weitere wären noch lachen, sich erinnern, beobachten, entkalken, eachsen….

Gerade mit dem Wachsen ist man aus ganzheitlicher Sicht schnell bei Hormonen (HGH steht für das Human Groth Hormon). Die Ausschüttung hat nun wieder viel mit Ernährung, Training und Stoffwechsel zu tun. Wenn es um den Stoffwechsel geht, sind wir beim Energie tanken: Atmen, Trinken, Essen Vitamine und Vitalstoffe…. Unabdingbar für einen guten, aktiven Stoffwechsel

Also, wenn man schon nicht in der gewohnten, empfohlenen Art Kraft trainieren kann, bleibt einem für die optimale Energiebilanz: der Motor muss trotzdem brummen.

Vitalität wird auch bei typgerechter Betankung (Ernährung), regelmäßiger Wartungsintervalle (Entspannung) und Bewegung spürbar. Insbesondere die Aufnahme von essenziellen Aminosäuren hält die Drehzahl unseres Motors in Gang: Wach, fit und leistungsfähig – den momentanen Belastungen energiegeladen entgegentreten, dabei ausgeglichen bleiben, bedacht und reflektiert…

Optimaler Stoffwechsel bedeutet, zugeführte Energie optimal umzusetzen.

Also, was tun bei geschlossenem oder eingeschränktem Sportstudio? Namhafte Experten und Virologen kennen sich nicht nur hinsichtlich der momentanen Bedrohung aus. In der Sportwissenschaft halten wir es nicht nur mit Prof. Dr.  Christian Drosten, sondern v.a. auch mit Prof. Dr. Martin Halle aus München oder mit Dr. med. Ulrich Strunz aus Erlangen!

Für die optimale Energiegewinnung nennt Prof. M. Halle folgende Punkte, die auch im Rahmen der TSG-Ernährungsprogramme Vital Spezial, myline und myintense+ absolut überzeugen – nicht jammern also: Tun, jetzt geht’s los!

1. Farbig essen, d.h. Gemüse und Salat satt übermäßig Nudeln oder Kartoffeln. (Iss die Ampel: rot, gelb und grün täglich)
2. Obst als Nachtisch, damit der Blutzuckerspiegel weniger ansteigt!
3. Saisonal einkaufen, also Beeren im Sommer, Kürbis im Herbst…
4. Fisch auf den Tisch wegen der wichtigen ungesättigten Fettsäuren. Diese sind in Hülsenfrüchten wie Linsen, Bohnen, Erbsen. Eintöpfe sind sättigend und schmecken gut.
5. Keine Zwischenmahlzeiten, wenn es ohne geht (kein zu großes Hungergefühl und an sich ein guter Stoffwechsel). Zwischenmahlzeiten sollen keine zusätzlichen Kalorien liefern.
6. Apfelsaft und Cola kann man zwar nicht vergleichen, aber beide sind kalorienreich wie auch Bier oder Wein.
7. Kein Essen nach der Tagesschau. Abends möglichst keine Kohlenhydrate, da diese die nächtliche Fettverbrennung behindern. An Krafttrainingstagen, wenn die Energie auch verbrannt wurde, sind „gute KH“, die den Blutzuckerspiegel nicht zu sehr ansteigen lassen, ok.
8. Wasser immer zum Essen trinken. Hilft weniger zu essen. Und langsam essen, weil dann das Sättigungsgefühl schneller einsetzt. Generell besteht der Körper hochprozentig aus Wasser. Am besten ist Quellwasser mit Heilwasserqualität, erst danach stilles oder Leitungswasser. Erst zuletzt Wasser mit Kohlensäure, wenn auch mit wenig versetzt.

Beginne also deinen Tag nicht nur mit der erfrischenden Körperdusche, sondern v.a. auch mit der inneren Organdusche! Früher dacht man häufig Übergewicht sei wohl genetisch bedingt. Mittlerweile weiß man mehr. Fast alle Menschen mit Normalgewicht im Alter, haben ihr ganzes Leben lang sehr bewusst gelebt: Ausgewogenes Essen, mäßiger Alkoholkonsum, regelmäßige Bewegung, Krafttraining.

Insbesondere die Muskeln benötigen für ihre Tätigkeit Energie, d.h. sie verbrennen Kalorien. Wenn also die Muskulatur beim Älterwerden schwindet, muss sich auch die Zahl der verbrannten Kalorien reduzieren!

Seitdem Adam und Eva das kapiert haben, marschieren sie brav ins Fitnessstudio zum Training, zwei bis drei Mal die Woche. Das Training selbst macht ihnen nicht immer Spaß, doch nach dem Training steigt der Spaßfaktor umso mehr: Wenn sie nach dem Duschen vor dem Spiegel stehen und ihr Gegenüber betrachten. Sitzt die vor zwei Jahren gekaufte Hose immer noch sehr gut oder wieder, können gute Gefühle entstehen. Zustimmendes Lächeln ist erlaubt. Keine Sorge, das hat nichts mit Narzissmus zu tun. Positives Denken ist in Krisenzeiten nicht immer leicht, aber psychologisch und für die eigene Motivation sehr vorteilhaft!

Der Tipp im Juni:

– Ein Basenvollbad oder in Ermangelung einer Badewanne zumindest ein Fußbad zum Neutralisieren der Säuren im Körper
– Eine Woche lang (gerne länger) keinen Alkohol trinken, dafür mehr stilles, gesundes Wasser, mind. 1,5 l/Tag
– Regelmäßige Mahlzeiten (3-max 5 am Tag) mit mehr frischen, saisonalen Produkten
– Abends keine oder nur ca. 15 gr Kohlenhydrate, keine Mahlzeit nach 20.00 Uhr.
– Bewegung und Krafttraining, mind. 2-3 Woche, es darf ein bisschen mehr sein.

Und dann?! Gerne mitteilen wie es war, Annette Schmitt freut sich über jede Rückmeldung und berät gerne weiter (E-Mail: Annette.Schmitt@tsg-weinheim.de)

Bereichsleitung Ernährung – wenn es um Gesundheit und Wohlbefinden geht.

Buchtipp, Quelle: Leippold, W. (2017): Die Uhr tickt. Wenn nicht jetzt wann dann? Taschenbuch.

   
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