Seite wählen

„Hauptsache gewonnen.“ – Das war das meistgehörte Statement nach dem 77:71-Erfolg der BG Viernheim/Weinheim in der gut besuchten TSG-Halle. Ansonsten hatten es die BG-Spieler recht eilig, nach der Schlusssirene unter die Dusche zu kommen und das Spiel schnell abzuhaken. „Ein typisches Spiel zu Beginn der Rückrunde“, charakterisierte Coach Robin Zimmermann das Geschehen. Es passte in der Tat vieles noch nicht wieder zusammen bei den Sharks, vor allem defensiv taten sich des Öfteren riesige Löcher auf. „Aber wir haben gewonnen und unsere Siegesserie ausgebaut“, legte auch Zimmermann Wert auf den positiven Abschluss des Abends. Dabei sah es zu Beginn so aus, als würden die Sharks ihrer Favoritenrolle deutlich gerecht werden können. Martin und Baragiola erzielten gleich in den ersten Minuten zwei Dreier in Folge, die BG führte 9:1. Doch dann besannen sich die Ladenburger Gäste und begannen dagegen zu halten. Ein 8:0-Lauf bescherte ihnen den Ausgleich und ab dann konnten die Sharks zwar stets eine kleine Führung behaupten, sich aber nie absetzen (24:22, 10. Minute). Auch im zweiten Viertel blieb zunächst vieles Stückwerk bei der BG, viele Ballverluste und Schwächen im Abschluss prägten das Bild im Angriff, und in der Verteidigung fehlte ebenfalls die letzte Konsequenz, die das Team noch in den letzten Spielen der Hinrunde ausgezeichnet hatte. Allerdings mangelete es den Gästen an Mitteln, daraus wirklich Kapital schlagen zu können. Zudem erarbeiteten sich die Sharks immer wieder ihre Chancen und wurden oft nur auf Kosten eines Fouls gestoppt – 11 von 18 Punkten im zweiten Vierteln resultierten aus Freiwürfen. Als dann Kreutzer kurz vor der Halbzeit noch mit einem Dreipunktwurf seinen ersten Feldkorb erzielte, gingen die Hausherren mit einer 42:33-Führung in die Pause.

Wer allerdings gedacht hatte, dass die BG nach der Pause nun die Weichen endgültig auf Sieg stellen wurde, sah sich getäuscht. Weiterhin blieb das Spiel der Sharks sehr von Einzelaktionen abhängig, Versuche des Zusammenspiels endeten aufgrund von Ungenauigkeiten oft im Ballverlust. Außerdem wurden die Probleme im Abwehrbereich zunehmend größer. Ein ums andere Mal stand ein Ladenburger frei unterm Korb und konnte einfache Punkte erzielen. Doch wann immer die Führung wirklich in Bedrängnis zu geraten schien, hatten die Sharks eine Antwort parat – unter anderem Kreutzer, Martin und Lohrke waren aus der Distanz erfolgreich und hielten die Gäste auf Abstand (60:50, 30.). Im Schlussabschnitt wurde es dann nochmals hektisch, viele Unterbrechungen ließen auf beiden Seiten kaum Spielfluss aufkommen. Die Schiedsrichter verteilten zudem in den letzten zehn Minuten drei technische Fouls, was nicht unbedingt zur Beruhigung der Gemüter beitrug. Ladenburg jedenfalls gab das Spiel noch nicht verloren und kämpfte sich weiter Stück für Stück heran, die Sharks hielten dagegen und verteidigten zäh ihren Vorsprung. Als der Ladenburger Sladek fünf Minuten vor Schluss per Dreier auf nur noch zwei Punkte Rückstand verkürzte (64:62, 35.) stand das Spiel auf Messers Schneide. Die Partie wogte hin und her, zwei Minuten lang gelang zunächst keinem Team ein Korberfolg, bevor es beim Stand von 69:67 in die Schlussminute ging. Nun fasste sich Martin ein Herz, drückte von jenseits der Dreierlinie und brachte sein Team mit fünf Punkten entscheidend in Führung. Ladenburg konnte nicht direkt kontern, Lohrke behielt anschließend von der Freiwurflinie die Nerven und auch der letzte erfolgreiche Dreier der Ladenburger änderte letztlich nichts mehr am schwer erkämpften Arbeitssieg der BG Viernheim/Weinheim, die sich damit auf Platz 3 vorarbeiteten.

Es spielten: Almenäs, Baragiola, Ceneli, Dörr, Freudenberg, Habrich, Kreutzer, Lohrke, Martin, van Miltenburg.

X
X
X