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Die Erleichterung war allen anzumerken. Es war gerade nochmal gut gegangen, die BG Viernheim/Weinheim zitterte sich zum 73:69-Sieg gegen den Heidelberger TV. Der Tabellenneunte brachte die Sharks an den Rand einer Niederlage, aber die BG konnte in den Schlussminuten noch den Kopf aus der Schlinge ziehen und bleibt in aussichtsreicher Position Zweiter in der Oberliga Baden.

Das Spiel begann wie so oft – die BG lief einem Rückstand hinterher. Nach einem 7:0-Lauf der Gäste sah sich Coach Zimmermann genötigt, in der 5. Spielminute die erste Auszeit zu nehmen. „Müssen wir eigentlich immer den Anfang verschlafen? Wacht endlich auf!“ forderte er mehr Einsatz und Konzentration von seinen Spielern. Doch viel besser wurde es im ersten Viertel nicht, die Sharks zeigten sich weiter unaufmerksam in der Verteidigung und wenig einfallsreich im Angriffsspiel. Die Treffsicherheit ließ zudem zu wünschen übrig, und so lagen die abstiegsbedrohten Heidelberger mit 11:18 nach den ersten 10 Minute vorne.

Im zweiten Viertel fanden die Sharks dann endlich den richtigen Zugriff auf das Spiel. Sie fingen vor allem in der Verteidigung vermehrt Bälle ihrer Gegner ab und übernahmen nach zwei Freiwürfen von Kreutzer, der allein in diesem Viertel 13 Punkte erzielte, in der 19. Minute erstmals die Führung, die sie nach weiteren Körben von Lohrke und Habrich zur Pause auf 36:31 ausbauten.

Leider konnten sie den Schwung nicht mit in die zweite Hälfte nehmen. Zwar eröffnete Kreutzer das dritte Viertel gleich mit einem weiteren erfolgreichen Drei-Punkte-Wurf, doch dann schlichen sich wieder etliche Nachlässigkeiten ins Spiel der Hausherren ein. Hinzu kam eine eklatante Reboundschwäche unter den Körben, und so baute man den Gegner Stück für Stück auf. Als dann HTV-Kapitän Meyer in der 30. Minute per Dreier traf, war es passiert, die Heidelberger eroberten die Führung zurück und gingen dann mit einer 53:56-Führung ins Schlussviertel.

Doch die Sharks kämpften sich zurück. „Diese Saison biegen wir gerade die engen Spiele meist noch um“, erklärte Top-Scorer Kreutzer nach dem Spiel. „Letzte Saison hätten wir so was noch 80:85 verloren“, stimmte Zimmermann zu, der vor allem erleichtert war, dass auch in diesem Spiel sein Team das letzte Viertel für sich entscheiden konnte. Noch zwei Minuten vor Ende stand es 68:68, doch Habrich und Baragiola konnten dann zweimal ihre Größenvorteile unter dem Korb ausspielen und brachten die Sharks mit Ach und Krach noch auf die Siegerstraße.

Es spielten: Kreutzer (24 Punkte / 3 Dreier), Baragiola (17 / 2), Habrich (11), Lohrke (8 / 1), Freudenberg (7), Ceneli (4), Martin (2), Almenäs, Dörr.

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