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Die deutschen Jugendmeisterschaften im Ulmer Donaustadion waren von schwierigen äußeren Bedingungen und Regenunterbrechungen begleitet. Für die beiden TSG-Teilnehmerinnen Bianca Stichling und Luisa Neumann gab es mit jeweiligen Finalplatzierungen ein erfolgreiches Abschneiden.

Seit sich die Reisenerin Luisa Neumann im vergangenen Herbst der Trainingsgruppe von Thomas Geißler angeschlossen hat, ging es mit den Leistungen der Langsprinterin beachtlich bergauf. In der Hallensaison wurde mit 57,38s bereits die 400m-Freiluftleistung des letzten Sommers verbessert, mit 57,20s startete die Abiturientin dann in die jetzige Saison. Mit 56,97s als Bestmarke reiste Luisa schließlich nach Ulm mit dem Ziel des Finales vor Augen, was jedoch nur bei einer weiteren Steigerung realistisch war. Trotz einsetzenden Regens riskierte Luisa ein schnelleres Anfangstempo und überzeugte auf der Zielgeraden mit einem sensationellen Stehvermögen, was ihr als Zweite mit 56,44s den direkten Finaleinzug brachte. Der Finaltag war von böigem Wind und niedrigen Temperaturen geprägt, außerdem konnte die Anstrengung des Vortages nicht vergessen gemacht werden, so dass Kampfgeist mehr gefragt war, als Lauftechnik. Mit 56,92s gelang Luisa erneut eine Topzeit, was einen nicht für möglich gehaltenen sechsten Platz bedeutete:„Mit einer Ausnahme hatte ich nur Mitglieder der Nationalmannschaft vor mir, was mich anspornt; ich gehöre ja auch noch im kommenden Jahr der U20 Jugend an.“ Nach einer kurzen Erholung soll noch zum Ausklang ein Ausflug auf die Überdistanz folgen. „Luisa hat sich in der Tempoausdauer unglaublich verbessert und selbst den Wunsch geäußert, sich auf den 800m zu testen,“ ist Geißler von einer guten Zeit überzeugt,

Für Hochspringerin Bianca Stichling lief der Sommer wechselhaft. Nach beeindruckender Hallensaison, die mit der Verteidigung des Deutschen Meistertitels ihren tollen Abschluss hatte, lief die Saisonvorbereitung gut an, ehe ein Treppensturz einen Bänderriss am Sprungfuß brachte. Sechs Wochen ohne spezifisches Hochsprungtraining bedeuteten einen späten Saisoneinstieg und Anlaufprobleme. Letztere stellten sich in Ulm ein, so dass für Bianca mäßige 1,74m Platz fünf bedeuteten. „Ich bin völlig schmerzfrei und dass ist das Wichtigste. Wir haben jetzt genug Zeit, alle Schwächen anzugehen, damit ich in der Halle wieder auf Topniveau springe,“ blickt die Birkenauerin optimistisch nach vorn.

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