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Die Deutschen Hallenmeisterschaften in Dortmund waren bis zuletzt vom Risiko einer Absage überschattet, eine Wettkampfvorbereitung war wegen der Hallenschließungen für TSG-Dreispringerin Lea Triendl so gut wie nicht möglich, so dass ihr achter Platz mit 11,72m umso höher zu bewerten ist.

Lange Zeit gab es keine Qualifikationswerte für diese „Deutschen“, es verlautete nur, dass die Normen hoch gesteckt würden, um geringe Teilnehmerzahlen zu erzielen. Fünf Wochen vor der DM wurde dann der Meldewert auf stolze 12,80m gelegt, was 15cm über der Bestleistung der Weinheimerin lag. Durch den zuständigen Bundestrainer gab es zwar eine Startzusage, diese war aber zunächst ohne Wert, da Lea den Winter keinerlei Hallenzugang hatte. Im Freien ist der Grubensand bei Kälte zu hart und führt zu Verletzungen. Letztlich konnte erreicht werden, dass Lea in Stuttgart unterkam und somit wenigstens vier Technikeinheiten absolvieren konnte.

„Kaderathleten hatten keine Einschränkungen und somit erhebliche Wettkampfvorteile, zumal ich auch an den vorbereitenden Testwettkämpfen nicht teilnehmen durfte,“ ist die 28-Jährige mit ihrem Abschneiden sehr zufrieden. „Lea hatte vor Jahresfrist in Leipzig ihre erste Deutsche Meisterschaft und war entsprechend nervös. In Dortmund war sie bereits fokussierter, so dass wir uns auf eine hoffentlich entspannte Sommersaison freuen“, zieht Trainer Alexander Bub ein zufriedenes Fazit.

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