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Etwa 25 Personen nahmen am Vortrag von Claudia Wessel von der Zeckenakademie im Hector Sport-Centrum teil. Sehr eindrucksvoll erläuterte sie zunächst die Entwicklungsstadien der Zecke: Larve, Nymphe und Zecke. Um zum nächsten Stadium zu reifen, benötigt die Zecke eine Blutmahlzeit. Bis zu zwei Jahren könnten dabei Zecken ruhen und sogar im Wasser überlebten Zecken bis zu drei Wochen.

Um sich vor Zecken zu schützen gibt es Anti-Zecken-Sprays, das auch auf die Kleidung aufgetragen werden sollte. Claudia Wessel empfiehlt helle lange Kleidung, bei der man sogar die Hose in die Socken steckt, damit man Zecken schnell sieht und entfernen kann. Nach dem „Kontakt“ mit Wald und Wiese ist ein intensives Absuchen des gesamten Körpers nach Zecken angesagt.

Die Gefahr, die von Zecken ausgeht, ist die Übertragung von Krankheiten: Lyme Borreliose und FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis). Die FSME ist ein Virus, der bereits mit dem Einstich des Stechapparates der Zecke übertragen wird, sofern die Zecke infiziert ist. Der wirkungsvollste Schutz wäre hier die FSME-Impfung, so Wessel.

Bei den Borrelien-Bakterien verhält es sich anders, hier ist keine Impfung möglich. Deshalb ist es notwendig die Zecke zeitnah zu entfernen, da innerhalb der ersten zwölf bis 24 Stunden die Zecken keine Borrelien abgibt.

Beim Entfernen der Zecke sei es wichtig den Zeckenkörper nicht zu quetschen und möglichst tief am Stechapparat, hautnah mit einer Pinzette anzusetzen und die Zecke abzuziehen. „Wenn Teile der Zecke, wie der Stechapparat, in der Haut verbleiben ist das unproblematisch, da sie im Anschluss von alleine abfallen“, so Claudia Wessel weiter.

Ein Zeckenstich sollte aber in jedem Fall noch einige Tage beobachtet werden. Eine lokale Rötung sei meist unproblematisch, spätestens beim Eintreten der sogenannten Wanderröte sollte ein Arzt aufgesucht werden, da die Wanderröte ein Indiz für eine Lyme Borreliose Infektion sei, erklärte Wessel.

Zum Abschluss des kompetenten Vortrags beantwortete Frau Wessel noch einige Fragen der Zuhörer.

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