„Endlich geht es los mit unserem Herzensprojekt“ – die Freude der rund 150 Sportler und Offiziellen war groß, Projektleiter Moritz Nelles brachte es auf den Punkt. Bei klirrender Winterkälte und strahlendem Sonnenschein hatten die TSG und die zukünftige TSGHockeyabteilung zum symbolischen Ersten Spatenstich fürs Hockeygroßfeld am Waldstadion geladen. Wobei, bei einem Spatenstich blieb es nicht. Denn die Abteilung hatte aufgefordert: „Jeder bringt seinen eigenen Spaten mit“, so dass kleine und große Hockeyfreunde aus Hockeyabteilung und dem Förderverein AdHock! zusammen mit den Vorständen von TSG und AC, Oberbürgermeister Manuel Just, Erster Bürgermeister Andreas Buske und Bildungs und Sportamtsleiterin Carmen Harmand schon fast ernstzunehmende Bauarbeiten begannen. Zuvor hatten Moritz Nelles zusammen mit Cathérine Schleicher, der Vorsitzenden des Fördervereins AdHock!, in ihrer Begrüßung die vergangenen Jahre bis zum Spatenstich Revue passieren lassen: Ein lange gehegter Wunsch, noch älter als der Förderverein, der sich 2022 gegründet hatte „um dem Hockeysport in Weinheim eine „Hockeyheimat“ zu schaffen und sie zu einem Zukunftsort zu machen, auch für den Inklusionssport“. MEILENSTEINE UND TEAMLEISTUNG Richtungsweisend war im Sommer 2024 die einvernehmliche Zukunftsentscheidung der beiden Großvereine. Es folgte eine große Teamleistung der versammelten Hockeyfamilie mit unwahrscheinlich vielen Veranstaltungen und Aktionen: Weihnachtsmarktstände, Rasenpatenschaften, Kunstauktionen, ein Filmdreh und Aufführungen im Modernen Theater, die Aktion „Frag deinen Nachbarn“, die mit Abstand gewonnene Telefonkampagne des MVV, die sehr aufwändige CrowdfundingAktion über die ToyotaCrowd, die KleingeldSammlung Rotes Reloaded, Flohmarktstände und vieles mehr: „Wir haben auf diese Weise etwas mehr als 250.000 Euro gesammelt“, so die stolze Bilanz. Einziger Wermutstropfen: „Es fehlen noch 20 % zur Finanzierung. Es gibt weiterhin viel zu tun.“ NACHHALTIGE LÖSUNG Nelles sprach der Stadt Weinheim, die das Projekt mit 120.000 Euro und organisatorisch unterstützt, sowie dem TSGVo r s t and , Geschäftsführer Alexander Erg und dem Team den Dank der Hockeyfamilie aus. Schleicher hob zudem die gute Zusammenarbeit mit den beiden Mannheimer HockeyClubs MHC und TSV hervor. „Der MHC hat uns jahrelang seine Plätze für unsere Heimspiele ab der U12 zur Verfügung gestellt. Das ist nicht selbstv e r s t ä n d l i c h . “ Eine Besonderheit und wieder ein Ergebnis der guten Sportfreundschaft: Da aktuell noch kein bewässerungsfreier Kunstrasenbelag marktreif zur Verfügung steht, wurde eine sowohl nachhaltige als auch entscheidend kostensparende Alternative gefunden: Der MHC baut derzeit zwei seiner Plätze neu, die Hockeyabteilung kann den gebrauchten, aber gut erhaltenen Belag des „blauen Platzes“ übernehmen und noch einige Jahre bespielen. DER STAFFELSTAB WECHSELT DIE VEREINE Symbolisch das Staffelholz – in Form eines mit beiden Vereinslogos bedruckten Hockeyschlägers – hatte der ACVorsitzende Klaus Lerchl mitgebracht und übergab es an seinen Amtskollegen Volker Jacob von der TSG. Jacob zeigte sich sehr froh, dass mit dem AC die Übereinkunft zum Hockeysport getroffen werden konnte und so die lange brachliegende, frühere Heimat der TSGFußballer, wieder eine sportliche Zukunft hat. Er kündigte an: „Die TSG wird das Hans Hohmann Haus noch vernünftig herrichten“ und wünschte schon jetzt „allen NochACMitgliedern herzlich Willkommen in der TSG“. Nach dem Spatenstich wurde erst einmal gefeiert – oder weiter Erde umgegraben –, bis die Füße irgendwann zu kalt wurden. WIE GEHT ES WEITER? Im Hintergrund arbeitet das Projektteam hart daran, dass im Januar ein Generalunternehmer beauftragt werden kann. „Wir haben gerade die Ausschreibungsunterlagen fertig gestellt“, berichtet Nelles. Bis Weihnachten sind die Fachfirmen am Zug, ihre Angebote abzugeben. Ab Februar können hoffentHERZENSPROJEKT – ERSTER SPATENSTICH FÜR DAS HOCKEYFELD V.L. KLAUS LERCHL, VOLKER JACOB, CATHÉRINE SCHLEICHER, MORITZ NELLES BEI DER SYMBOLISCHEN ÜBERGABE DES HOCKEYSCHLÄGERS VOM AC AN DIE TSG. 06 |
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