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Bei technischen Disziplinen ist in der Leichtathletik, bis alle Elemente harmonieren, Geduld gefragt. Diese Erfahrung musste auch TSG-Athletin Sophie Löskow machen, die seit knapp drei Jahren Hochsprung als Spezialdisziplin betreibt. Unter der Betreuung von Thomas Geißler gab es zwar bald badische Meistertitel und eine Steigerung von 1,45m auf 1,60m; bei der Hochsprung Gala im Februar gelang ihr unter dem Jubel der Zuschauer sogar die neue Bestmarke von 1,65m. Größere Athletik und Schnelligkeit führten jedoch zu Irritationen beim Absprung, der Körperschwerpunkt wurde nicht mehr voll getroffen, die Konstanz bei den Wettkämpfen war in der Folge schwankend.

Sage und schreibe drei Mal hat Geißler daher seit dem Winter den Anlauf umgestellt, zuletzt mit durchschlagendem Erfolg: Vor Wochenfrist verteidigte die Gymnasiastin den badischen Titel mit einer neuen Bestleistung von 1,67m, um dann an diesem Wochenende in Ulm noch eins draufzusetzen: In einem konzentriert geführten Wettkampf meisterte sie bei den süddeutschen Meisterschaften die entscheidenden Höhen 1,64m und 1,67m auf Anhieb und überwand zur eigenen Überraschung auch die 1,70m im ersten Durchgang, was nicht nur die Silbermedaille brachte, sondern auch die Qualifikation für die Deutschen Jugendmeisterschaften in Rostock.

„Wir sind jetzt Woche für Woche dieser Norm hinterhergesprungen, das hat Kraft gekostet. Das Training ändert sich zwar wenig, aber im Wettkampf kommen jetzt erst einmal Weitsprung und Hürden zu ihrem Recht“, legt der Coach Wert auf etwas Abwechslung. Ende Juli kann die Landeskaderathletin dann voller Zuversicht die DM im hohen Norden angehen.

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