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Im Rahmen des Vortrags Ende Januar im Hector Sport-Centrum (HSC) gab Ernährungsberaterin Dayana Matus einen umfassenden Einblick in die Bedeutung von Ernährung als Lebensweise. Die Referentin, spezialisiert auf Frauen und die mediterrane Ernährung, machte gleich zu Beginn deutlich, dass der Begriff Diät ursprünglich auf die Gesamtheit aller Aspekte, die das Leben beeinflussen, ausgerichtet war. Dies reicht von Bewegung über soziale Kontakte bis hin zu Esskultur und Entspannung. Die mediterrane Ernährung beschrieb sie als ein ganzheitliches Konzept. Es umfasst traditionelle Fertigkeiten wie Fischfang und Tierhaltung, das gemeinsame Kochen und Essen sowie den respektvollen Umgang mit saisonalen Rhythmen und festlichen Anlässen. Historisch ordnete sie die Mittelmeerdiät in den Kontext der bekannten Sieben-Länder-Studie von Ancel Keys ein, in welcher der Zusammenhang zwischen Ernährung und Herz-Kreislauf-Erkrankungen untersucht wurde. Dabei zeigte sich, dass eine überwiegend pflanzenbasierte Ernährung mit viel Gemüse, Fisch und Olivenöl, wie sie im Mittelmeerraum üblich ist, deutlich bessere gesundheitliche Ergebnisse aufweist, als eine stark fleisch- und fettreiche Ernährungsweise.

Ein zentraler Punkt des Vortrags war das sogenannte „tödliche Quartett“ aus gestörtem Kohlenhydratstoffwechsel, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen und Adipositas. Diese Faktoren treten häufig gemeinsam auf und bilden das metabolische Syndrom, welches beispielsweise das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Typ-2-Diabetes erhöht. Mithilfe moderner Methoden wie der Bioimpedanzanalyse kann die individuelle Körperzusammensetzung erfasst und gezielt verbessert werden – ein Angebot, das Interessierte auch im HSC mit fachlicher Beratung nutzen können.

Darüber hinaus stellte Dayana Matus zahlreiche gesundheitliche Vorteile der mediterranen Ernährung vor: Einen stabilen Blutzuckerspiegel, eine hohe Nährstoffdichte, viele sekundäre Pflanzenstoffe aus Gemüse und Hülsenfrüchten, gesunde Fette aus Fisch, Nüssen und Olivenöl sowie positive Effekte auf die Darmgesundheit und den Schlaf. Besonders Olivenöl hob sie als natürliches Anti-Aging-Mittel hervor, dem eine schützende Wirkung gegenüber Krankheiten wie Krebs, Alzheimer und Diabetes zugeschrieben wird.

Anhand der mediterranen Ernährungspyramide erklärte sie die praktische Umsetzung im Alltag. Die Basis bilden tägliche Bewegung, ausreichend Schlaf, Entspannung und soziale Kontakte. Darauf folgen der tägliche Verzehr von Obst und Gemüse, mehrmals wöchentlich Hülsenfrüchte und Getreide sowie ein maßvoller Konsum von Milchprodukten, Eiern und Fleisch. Süßigkeiten sollten nur sparsam genossen werden. Zudem stellte sie das Tellerprinzip vor: Die Hälfte des Tellers besteht aus Obst und Gemüse, ergänzt durch je ein Viertel Eiweiß und Kohlenhydrate. Nach dem 80/20-Prinzip darf dabei auch Genuss seinen Platz haben. Auch die Auswahl und Verarbeitung von Lebensmitteln spielt eine wichtige Rolle. Matus ermutigte dazu, möglichst naturbelassen zu essen. Ausreichendes Trinken von Wasser und ungesüßten Tees sowie der Einsatz frischer Kräuter unterstützen zudem Gelenke, Stoffwechsel und Appetitregulation.

Der Vortrag zeigte eindrucksvoll, wie die TSG Weinheim mit ihren Angeboten im Hector Sport-Centrum ein verlässlicher Partner für einen ganzheitlich gesunden Lebensstil ist – mit Wissen, Bewegung und persönlicher Begleitung. Die Vortragsreihe wird fortgesetzt: Der nächste Vortrag „AeLTERN-ABEND – Überlebenstipps für Töchter und Söhne älter werdender Eltern“ von Beate Preuß findet am Dienstag, 24. Februar 2026, im Schulungsraum des HSC statt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich. Weitere Infos zur TSG-Vortragsreihe können hier nachgelesen werden.