Fünf Musicals, fünf Choreografien, jede Menge Requisiten und am Ende eine eigene Show – beim Musical Dance Camp der TSG-Ballet & Dance-Abteilung erlebten elf Mädchen im Alter von neun bis 14 Jahren fünf Tage lang eine unvergessliche Reise in die Welt des Bühnentanzes.
Erstmals bot die Abteilung in diesem Sommer zwei separate Feriencamps an: Eines für Kindergarten- und Grundschulkinder sowie ein weiteres für Teilnehmerinnen ab neun Jahren. Diese Aufteilung erwies sich als voller Erfolg, denn so konnten Inhalte und Choreografien noch gezielter auf die jeweiligen Altersgruppen zugeschnitten werden.
Drei Tage, fünf Choreografien – ein großes Ziel
Das Programm war ambitioniert: In nur drei Tagen studierten die Mädchen fünf Choreografien aus bekannten Musicals ein. Am Donnerstag folgte die Generalprobe, bevor am Freitag alles in einer großen Abschlussshow zusammengeführt wurde. Doch es ging um weit mehr als nur das Einstudieren von Tanzschritten. Täglich erhielten die Teilnehmerinnen Einblicke in verschiedene Tanzstile – von Jazz Dance über Contemporary bis hin zu Ballett und akrobatischen Elementen.
Besonders bemerkenswert: Nur drei der elf Mädchen brachten bereits Erfahrung im Bühnentanz mit. Die anderen kamen aus ganz unterschiedlichen Sportarten wie Handball, Turnen, Kunstradfahren oder sogar Eishockey. Doch im Laufe der Woche wurde deutlich, wie die Gruppe immer sicherer wurde und die Teilnehmerinnen zunehmend ihre eigenen Bühnenpersönlichkeiten entwickelten, wie Camp-Leiterin Dorothee Darsch berichtet.
Von „Annie“ bis „The Greatest Showman“ – Vielfalt pur
Getanzt wurde zu Musik aus „Annie“, „High School Musical“, „Grease“, „The Greatest Showman“ und „Smash“. Jedes Musical stellte die Mädchen dabei vor neue Herausforderungen: Bei „High School Musical“ entwickelten die Mädchen eigene Charaktere und kleine Geschichten, die ihre Choreografie einzigartig machten. „The Greatest Showman“ brachte den Contemporary-Stil mit sich, während es bei „Grease“ deutlich lebhafter wurde. Auch die Kostüme waren Teil des Trainings: Leder- und Jeansjacken sowie bunte Tücher sorgten für den typischen Grease-Look. Gleichzeitig lernten die Teilnehmerinnen, dass auch das Tanzen in Kostümen geprobt werden muss – eine schwere Jacke verändert schließlich Bewegungen und kann sogar das Körpergefühl beeinflussen. Hinzu kam eine we
itere Hürde des Bühnenalltags: Der schnelle Kostümwechsel zwischen den Nummern. Bei „Annie“ wurden sogar Requisiten wie Bettlaken, selbstgebastelte Wischmopps, Eimer und Bürsten in die Choreografie eingebaut.
Ausblick auf 2027
Für die nächste Auflage hat Camp-Leiterin Dorothee Darsch bereits einen Wunsch: „Im nächsten Jahr wünsche ich mir richtiges Scheinwerferlicht – dann haben wir unsere eigene professionelle Produktion.“ Die Planungen für 2027 laufen also schon. Und das Beste: Mitmachen kann jede Interessierte – Tanzerfahrung ist nicht erforderlich. Das Camp bietet die perfekte Gelegenheit, Tanz in all seinen Facetten kennenzulernen, eine Woche lang Bühnenluft zu schnuppern und gemeinsam in andere Welten einzutauchen. Weitere Informationen zum Angebot der Abteilung Ballet & Dance gibt es hier.








